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LIFO-Methode: Verschiedene Typen – ein Team

Teamarbeit ist kein Selbstläufer. Die vier Grundstile der LIFO-Methode

Sie funktioniert nur, wenn auch die richtigen Leute zusammenarbeiten, die sich gegenseitig ergänzen und jeweils ihre Stärken einbringen können. Eine Teamanalyse macht oftmals Sinn. So bringt man erstmal in Erfahrung, wie die einzelnen Teammitglieder ticken.

Was nutzen die besten Mitarbeiter, wenn sie nicht gut zusammenarbeiten? Wenn jeder für sich ein Einzelkämpfer ist, die Teammitglieder sich gegenseitig blockieren oder gar boykottieren ist klar, dass eine Zusammenarbeit nicht gelingen kann. Aber so drastisch muss es gar nicht sein. Viele Teams arbeiten mit vielen Reibungsverlusten miteinander, weil sie sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht richtig verstehen. Entweder funktioniert die Kommunikation zwischen ihnen nicht richtig oder es kommt zwischen ihnen immer wieder zu Konflikten, weil ihre Persönlichkeiten zu verschieden sind. Bei anderen wiederum gibt es wenig offensichtlichen Ärger, aber die Zusammenarbeit ist dennoch nicht effektiv. Wenn etwa nur Perfektionisten am Werk sind, kommt die Arbeit in der Regel nur langsam voran. Und zu viele Macher auf einen Haufen tragen auch nicht gerade zum Erfolg bei. Meist wird dann einfach zu schnell losgerannt – und bestimmte Hindernisse zu spät erkannt. 

Unterschiedliche Persönlichkeitstypen zusammenbringen

Die Teamzusammenstellung ist somit für ein gutes Gelingen der Zusammenarbeit ganz wichtig. Führungskräfte sollten hier nicht nur auf fachliche Kompetenzen und die Verfügbarkeit der Mitarbeiter setzen. Vielmehr sind sie gefordert, unterschiedliche Persönlichkeitstypen zusammenzubringen, die sich gegenseitig gut ergänzen und befruchten. So ist gewährleistet, dass jede der anfallenden Aufgaben auch tatsächlich von einem Teammitglied übernommen und mit Spaß erledigt wird. Dies natürlich nur, wenn es der Führungskraft gelingt, jedem Teammitglied exakt die Verantwortung und Aufgaben zuzuweisen, die am besten zu dessen Persönlichkeit und Fähigkeiten passt. Ist diese Basis geschafften, kommt es im Team auch seltener zu unerwünschte Verhaltensstile.

Typenzuordnung mit Verhaltensanalyse-Tool LIFO

Doch wie ticken die einzelnen Mitarbeiter überhaupt? Oftmals kann eine Führungskraft das gar nicht richtig einschätzen. Als Hilfsmittel stehen ihr zum Glück verschiedene Diagnostiktools zur Verfügung, die meist mittels eines Fragenkatalogs den Typ eines Menschen bestimmen. Die LIFO-Methode beispielsweise ist ein psychologisches Werkzeug, mit dem Verhaltensstile eingeschätzt werden können. Der Begriff „LIFO“ steht dabei für „Life Orientations“. Es geht also um eine Lebensorientierung. Konkret unterstützt die Methode dabei, Verhalten objektiv zu beschreiben, und dient der Darstellung persönlicher Verhaltensmuster. Ebenso können Coachings helfen, um die Bedürfnisse der Führungskraft und deren Team zu analysieren und die Schwächen in deren Verhalten abzubilden. 

Dem LIFO-Profil liegt die Annahme zugrunde, dass jeder Mensch im Verlauf seines Lebens gewisse Verhaltenspräferenzen entwickelt, die seine persönlichen Werte sowie Einstellungen widerspiegeln. Vier Grundtypen, denen wiederum gewisse Verhaltens- und Kommunikationsmuster zugeordnet werden, lassen sich dabei unterscheiden:

Konzept Persoenlichkeitsprofil Lifo Leistung U H

Unterstützend / Hergebend

Menschen dieses Typs setzen auf Leistung und Werte. Sie wollen geschätzt, verstanden und akzeptiert werden. Zudem ist ihnen wichtig, dass Ideale nicht verloren gehen, sie fragen immer nach dem Sinn und Zweck einer Sache. Wenn sie keinen Wert erkennen, engagieren sie sich nicht. An sich selbst stellen sie hohe Ansprüche. Mit anderen gehen sie indes sehr kooperativ um und unterstützen die Leistung ihrer Kollegen. Das kann aber mitunter auch zu viel werden und in unnötigen Ratschlägen ausarten. Auch sind sie leicht enttäuscht und kritisch. Insgesamt lassen sie sich zu stark auf andere ein.

Konzept Persoenlichkeitsprofil Lifo Aktivitaet B Ü

Bestimmend / Übernehmend

Menschen, die so ticken, wollen Aktivität und Ergebnisse. Sie suchen Herausforderungen und verborgene Widerstände. Es handelt sich um Führungstypen, auf jeden Fall haben sie einen bestimmenden Einfluss im Team. Dabei schießen sie manchmal aber auch übers Ziel hinaus, was sich darin äußert, dass sie andere Teammitglieder dominieren und eine Atmosphäre der Unsicherheit verbreiten. Darüber hinaus nehmen bestimmende Menschen oft unnötige Herausforderungen an und verfolgen Neues auf Kosten des Laufenden.

Konzept Persoenlichkeitsprofil Lifo Vernunft B F

Bewahrend / Festhaltend

Hierbei handelt es sich um Menschen, die eher sach- und langfristig orientiert sind. Sie setzen auf Fakten, Logik und Vernunft und meiden Risiken. Ihre Stärken liegen im Analytischen. Sie agieren methodisch, umsichtig und abwägend. Ihre Faktenverliebtheit kann aber auch von Nachteil sein. Auch verwirren sie mitunter durch zu viele Wahlmöglichkeiten. Zudem kann ihre Kontrolle einengen, ganz abgesehen davon, dass sie für Neues nicht sehr offen sind.

Konzept Persoenlichkeitsprofil Lifo Kooperation A H

Anpassend / Harmonisierend

Kooperation und Harmonie sind die Hauptanliegen dieser Typen. Jeder soll mit dem Ergebnis zufrieden sein. Ihre Stärke ist, dass sie ein feines Gespür für die Gefühle und Bedürfnisse anderer haben und Beziehungen positiv zu gestalten vermögen. Sie vermitteln bei gegensätzlichen Meinungen, sind selbst flexibel und nicht auf festgefahrene Muster festgelegt. Allerdings halten harmonisierende Menschen auch oft eigene Ansichten zurück. Nachteilig ist auch, dass sie sich schlecht abgrenzen können und viel Zeit damit verlieren, in Sitzungen und Zusammenkünften Dinge zu besprechen.

Gegenseitiges Verständnis ist wichtig

Grundsätzlich ist es immer besser, ein heterogenes Team zu haben, in dem verschiedene Typen vertreten sind. Denn dann sind auch unterschiedliche Stärken da und die Schwächen einzelner Teammitglieder können durch die anderen Teammitglieder ausgeglichen werden. Wichtig ist aber auch, dass die Mitarbeiter Verständnis füreinander haben. Dass sie Wertschätzung und Respekt aufbringen und Verhaltensunterschiede im Team akzeptieren. Dies sollten Führungskräfte 4.0 auf jeden Fall forcieren. In Seminaren oder Team-Supervisionen können die Teammitglieder bezüglicher der unterschiedlichen Verhaltensweisen ihrer Kollegen im Team sensibilisiert werden. So wird es für sie möglich, Konflikte schnell zu erkennen und angemessen auf brenzlige Situationen zu reagieren. Auch Missverständnisse hinsichtlich Selbst- und Fremdwahrnehmung können so offengelegt werden. Auf jeden Fall tut Transparenz not, damit sich die Teammitglieder „verstehen“.

Wir arbeiten in ausgewählten Führungstrainings und Vertriebstrainings mit der LIFO Methode, um ein individuelles Persönlichkeitsprofil der Teilnehmer zu erhalten. Erfahren Sie mehr über die Persönlichkeitsprofile.

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